Die Feldmütze
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Feldmütze für Unteroffiziere und Mannschaften
Alte Feldmütze 1. Form: Die Feldmütze der ersten Form wurde nach einer Verfügung vom 24.03.1934 eingeführt und aus dem feldgrauen Tuch der Feldbluse hergestellt. Der Deckel, der etwa 9cm länger als breit war, hatte eine länglich-ovale, leicht nach hinten verjüngende Form. Auf beiden Seiten der Mütze saß, in der Mitte und mit etwas Abstand vom oberen Rand, ein kleiner Metallring, der zur Belüftung diente. Vorne war die Mütze etwa 10cm, in der Mitte 9,5cm und hinten 7,5cm hoch. Die Mütze hatte einen Umschlag, auch Klappe genannt, der bei kaltem Wetter heruntergeklappt werden konnte. Dieser war vorn 5cm hoch, wurde dann in einem Bogen bis zur Mitte hin breiter um danach schließlich wieder schmaler, bis auf 5,5cm, zu werden. Diese erste Form der Feldmütze besaß eine so genannte "Soutache", eine Wollschnur von etwa 4mm stärke, die als Winkel von 60 Grad, 2cm unterhalb der Deckelnaht, mit der Spitze nach oben angenäht war. Die Soutache diente dazu, kenntlich zu machen, welcher Waffengattung der Soldat angehörte. Zu diesem Zweck besaßen die Wollschnüre die Waffenfarbe der Waffengattung, welcher der Soldat angehörte. Innerhalb des Winkels der Soutache, etwa 1cm unterhalb der Spitze, war eine Reichskokarde aus Metall angebracht, die in einer Metallöse befestigt war. An der Vorderseite des Umschlages waren, in einem Abstand von etwa 1cm vom oberen und unteren Rand des Umschlages, untereinander 2 gekörnte Knöpfe in einer Metallöse befestigt. Die Vorschrift zur Trageweise gab vor, das die Feldmütze etwas schräg nach rechts zu tragen sei. Etwa 1cm über dem rechten und 3cm über dem linken Ohr.
Alte Feldmütze 2. Form: Die zweite Form der Feldmütze war vom Schnitt und Material her identisch mit der der ersten Form, lediglich die Abzeichen wurden mit einer Verfügung vom 30.10.1935 geändert. Die Knöpfe an der Vorderseite des Umschlages fielen weg, sowie auch die Reichskokarde aus Metall. An die Stirnseite der Mütze wurde jetzt das gewebte Hoheitsabzeichen angenäht. Die Soutache, die nun aus einer flachen Baumwollschnur bestand, wurde jetzt in einem Winkel von 90 Grad auf der Mitte des Umschlages vernäht, mit einem Abstand von etwa 4mm zum oberen Rand des Umschlages. In den 90 Grad Winkel der Soutache wurde das Grundtuch der Reichskokarde, auf dem sich die gewebte Reichskorkade befand, auf der Spitze stehend, bündig mit dem oberen inneren Rand der Soutache, vernäht.
Die Soutache war nach einer Verfügung vom 10.07.1942 allgemein von allen Mützen zu entfernen. Oft wurde sie aber beibehalten und weiter getragen.
Feldmütze 42: Mit Verfügung vom 21.07.1942 wurde die neue Feldmütze 42 eingeführt. Diese war im Schnitt identisch mit der Bergmütze, hatte aber keinen Schirm. Sie wurde aus dem feldgrauen Tuch der Feldbluse gefertigt. Der Umschlag dieser Mütze war doppelt gelegt und konnte so ganz heruntergeklappt und vorne am Kinn zugeknöpft werden. Er bedeckte dadurch das Genick und die Mundpartie und bot so einen besseren Kälteschutz als die alte Feldmütze. Der Umschlag war an der Seite etwa 16cm breit und wurde nach vorne hin schmaler, etwa bis auf 5cm. An den Enden des Umschlages waren auf der linken Seite zwei Knopflöcher und auf der rechten Seite entsprechend die Knöpfe. Reichskokarde und Hoheitsabzeichen war auf einem gemeinsamen Grundtuch gefertigt und wurden an der Stirnseite, etwas unterhalb der Deckelnaht, angenäht. Die Feldmütze 42 besaß keine Soutache. Sie war waagerecht, mit dem Hinterkopf bedeckt, etwa 1cm über den Ohren und 2cm über den Augenbrauen zu tragen.
Die Einführung der Feldmütze 42 beruht im wesentlichen auf den Erfahrungen der Truppe aus den Winterkämpfen 1941/42 an der Ostfront.
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Feldmütze für Offiziere
Feldmütze alter Art: Mit der Verfügung vom 24.03.1934 wurde für Offiziere und Beamte mit und ohne Offiziersrang, eine der Schirmmütze ähnliche Feldmütze eingeführt. Sie war größtenteils identisch mit der Schirmmütze, hatte aber keine Kordel oder Sturmriemen. Diese Feldmütze hatte keine Deckelversteifung und der etwa 27cm lange und 5cm breite Schirm bestand aus biegsamen schwarzem Lackleder. In der Mitte des Besatzstreifens war ein Eichenlaubkranz angebracht der aus weißem Tuch gestanzt wurde. In dem Eichenlaubkranz befand sich die Reichskokarde aus Metall, wie bei der Schirmmütze. Zu Anfang besaß diese alte Art der Feldmütze noch kein Hoheitsabzeichen. Erst mit einer Verfügung vom 30.10.1935 wurden die Abzeichen an der Mütze geändert. Der Eichenlaubkranz und die Kokarde bestanden jetzt aus einem Stück und waren auf bläulichdunkelgrünem Grundtuch gewebt. Sie waren für Offiziere in hellem Aluminiumgespinst, und für Beamte ohne Offiziersrang aus weißer Baumwolle genäht. Auf der Stirnseite des Oberteils wurde jetzt das Hoheitsabzeichen angenäht. Diese Feldmütze für Offiziere war bis zum 01.04.1942 aufzutragen, wurde aber danach noch vereinzelt getragen.
Feldmütze neuer Art: Diese neue Feldmütze für Offiziere wurde mit der Verfügung vom 06.12.1938 eingeführt, sie wird auch Feldmütze "neuer Probe" für Offiziere genannt. Vom Schnitt her war sie von der Feldmütze für Unteroffiziere und Mannschaften kaum zu unterscheiden, sie hatte lediglich einen schmaleren Deckel und war aus feinem Tuch gefertigt. Um den gebogenen Rand des Umschlages, sowie um die Deckelnaht, liefen Vorstöße aus Aluminiumgespinst. Bei Generalen waren diese Vorstöße, nach der Verfügung vom 24.10.1939, aus Goldgespinst. An der Stirnseite war oben das Hoheitsabzeichen, das gleiche wie bei der Feldmütze alter Art, etwa 2-3cm vom Deckelrand angebracht. Auf dem Umschlag war die Soutache wie bei der Feldmütze für Unteroffiziere und Mannschaften angebracht, fiel aber, mit der allgemein geltenden Verfügung vom 10.07.1942, weg. Für Generale war die Soutache aus Goldgespinst, für Beamte im Generalsrang bestand sie aus dunkelgrüner Mattkunstseide. Innen unter der Spitze der Soutache saß die metallene Reichskokarde, die identisch mit denen der Schirmmützen war. Diese Feldmütze wurde von Offizieren bis zum Rang eines Oberst getragen. Generalen stand es frei, die Feldmütze oder die Schirmmütze zu tragen.
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Feldmütze für alle Soldaten
Einheitsfeldmütze: Mit der Verfügung vom 11.06.1943 wurde für alle Soldaten, einschließlich Offiziere, die Einheitsfeldmütze eingeführt. Sie war aus feldgrauem Grundtuch der Feldbluse, oder für die Panzertruppe aus schwarzem Tuch gefertigt. Der Schnitt war der selbe wie bei der Bergmütze der Gebirgstruppen, allerdings besaß sie einen etwas längeren Schirm. Der Schirm war mit Grundtuch überzogen und hatte eine Versteifungseinlage aus Pappe oder Kunststoff. Die Einheitsfeldmütze besaß einen Umschlag der vorne, wie bei der Feldmütze 42 für Unteroffiziere und Mannschaften, vorne mit 2 Knöpfen geknöpft werden konnte. Die Hoheitsabzeichen und Kokarden entsprachen denen der Feldmütze 42. Für Offiziere wurden sie aus Aluminiumgespinst auf bläulichdunkelgrünem Grundtuch gewebt. Die Mützen der Offiziere hatten zudem an der Deckelnaht einen Vorstoß aus Aluminiumlitze und die Knöpfe waren oft aus aluminiumfarbenem Leichtmetall. Für Generale waren die Vorstöße und Knöpfe entsprechend goldfarben. |