Munition für Handwaffen (Patronen)
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Es soll hier kurz ein Überblick, über die von den deutschen Streitkräften verwendeten Patronen für Handwaffen, gegeben werden.
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9 x 19 Parabellum: Diese Patrone wurde im Jahr 1902 von DWM (Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken AG Karlsruhe), für die von Georg Luger konstruierte Selbstladepistole Parabellum entwickelt. Sie war zunächst mit einem Kegelstumpfgeschoss versehen und wurde zusammen mit der Selbstladepistole von Luger, 1904 bei der Marine und 1908 beim Heer eingeführt. Im Jahr 1915 wurde sie in Deutschland mit einem ogivalen Geschoss ausgerüstet. Andere Länder behielten das Kegelstumpfgeschoss bis zum Ende der dreißiger Jahre bei. Die Hülse bestand in der Hauptsache aus Messing, wurde aber während des zweiten Weltkrieges vermehrt aus lackiertem Stahl hergestellt. Abhängig vom Hersteller, ist die Patrone mit verschiedenen Laborierungen und mit unterschiedlichen Geschossen wie z.B.: Voll- oder Teilmantelgeschoss, mit oder ohne Hohlspitze und mit Ogival- oder Kegelstumpfgeschoss verfügbar. Die Patrone spielte auch nach dem zweiten Weltkrieg eine große Rolle, vor allem bei der Entwicklung von Maschinenpistolen war sie sehr bedeutend. Eigenschaften wie optimale Mündungsgeschwindigkeit, relativ große Zielenergieleistung und ein minimaler Aufwand in der Produktion zeichnen die Patrone aus. Sie ist heute die am weitesten verbreitete Pistolenpatrone der Welt.
Verwendung fand die Patrone z.B. in folgenden Waffen:
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7,92 x 57 Mauser: Ende der achtziger Jahre des 19.Jahrhunderts entwickelte Deutschland, im Zuge der allgemeinen Einführung von Infanteriemunition mit kleineren Kalibern anderer europäischer Staaten, Patronen mit einem Kaliber von 7,92mm. Gleichzeitig wurde das Mehrladegewehr Modell 1888 mit dem neuen Mauserverschluss und die Patrone M88 entwickelt. Diese hatte ein nickel-plattiertes Stahlmantel-Rundkopfgeschoß. Als man 1898 das Mauser-Mehrladegewehr Modell 1898 als Standardwaffe einführte, wurde zunächst die alte Patrone M88 verwendet. Im Jahr 1903 stand dann die S-Patrone (Spitzgeschoß) zur Verfügung, die aber erst 1905 offiziell eingeführt wurde. Zu dieser Zeit stand schon mit der sS-Patrone (schweres Spitzgeschoß) eine verbesserte Variante bereit, die aber Anfangs nur für Maschinengewehre Verwendung fand. Diese Patrone sollte ab 1934 auch für Gewehre verwendet und als Standardmunition eingeführt werden, was aber nie zu hundert Prozent gelang. Sowohl im ersten Weltkrieg als auch im zweiten Weltkrieg, wurden neue Geschoßtypen für die Patrone entwickelt. Im ersten Weltkrieg standen die SmK- (Spitzgeschoß mit Stahlkern) und SmKL-Patronen (Spitzgeschoß mit Stahlkern und Leuchtspur) zur Verfügung. 1935 wurde die SmKH-Patrone (Spitzgeschoß mit Stahlkern hart) entwickelt und während des zweiten Weltkrieges die SmE-Patrone (Spitzgeschoß mit Eisenkern). Wegen ihrer guten ballistischen Leistung, wurde die Patrone von vielen Streitkräften verschiedener Staaten eingeführt. Sie ist auch bekannt als 7,9mm Mauser, 8mm Mauser und 8 x 57 IS (Infanterie-Spitz). Anstatt 8 x 57 IS wird oftmals auch fälschlicherweise 8 x 57 JS verwendet!
Verwendung fand die Patrone z.B. in folgenden Waffen:
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7,92 x 33 Kurzpatrone In den zwanziger Jahren experimentierte man in Deutschland bereits mit kurzen Gewehrpatronen. Trotz einiger guter Ergebnisse, wurden solche Patronen von den Militärs abgelehnt. Zusammen mit der Konstruktion von automatischen Gewehren wurden dann auch weiterhin Kurzpatronen entwickelt und getestet. Erfolg hatte aber erst die Firma Polte aus Magdeburg, deren Entwicklung wurde ab 1939 produziert und als künftige deutsche Kurzpatrone akzeptiert. Haenel und Walther bekamen 1940 Aufträge zur Entwicklung von Schnellfeuerwaffen die diese Kurzpatrone verschießen konnten. Im Jahr 1944 wurde das Sturmgewehr 44, eine Kombination der beiden Entwicklungen von Haenel und Walther, offiziell in die Truppe eingeführt und damit ebenso die Kurzpatrone.
Verwendung fand die Patrone z.B. in folgenden Waffen:
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